Nachhaltige IT-Kostenoptimierung

IT-Abteilungen müssen einen rigiden Sparkurs fahren – ein industrieweites Phänomen. Zugleich sollen sie aber den Innovationsmotor im Datenzeitalter darstellen. Harte, unspezifische Kürzungen richten jedoch meist mehr Schaden an als sie Nutzen stiften. Ein wirksamer Ausweg ist ein nachhaltiges Kostenmanagement - konsequent und kontinuierlich.

Regelkreis statt Rasenmäher-Prinzip

IT-Abteilungen müssen einen rigiden Sparkurs fahren – ein industrieweites Phänomen. Zugleich sollen sie aber den Innovationsmotor im Datenzeitalter darstellen. Wo soll ein CIO oder IT-Leiter also anfangen, wenn Kostensenkungen im zweistelligen Prozentbereich gefordert sind, andererseits aber Investitionen in Zukunftstechnologien anstehen? Harte, unspezifische Kürzungen richten meist mehr Schaden an als sie Nutzen stiften – sachlich wie psychologisch. Ein wirksamer Ausweg ist ein nachhaltiges Kostenmanagement - konsequent und kontinuierlich. Gerade in einem Konzernumfeld lassen sich damit unproduktive Kostentreiber zuverlässig und „schmerzlos“ identifizieren und ausschalten.

Eigentlich – so sind sich CIOs und IT-Leiter hinter vorgehaltener Hand durchaus einig – wird in einer großen IT-Organisation immer viel Geld nutzlos „verbrannt“. Und eigentlich dürfte es deshalb kein Problem darstellen, Sparanforderungen aus dem Topmanagement umzusetzen, ohne die Leistungsfähigkeit zu gefährden. Dass es diese Anforderungen gibt, ist auch in Zeiten ordentlicher Konjunkturaussichten eine Tatsache. Laut aktueller Studien kann derzeit lediglich jeder dritte CIO über mehr Budget verfügen als im Vorjahr. Zwei Drittel arbeiten also mit bestenfalls stabilen Mitteln oder aber mit deutlich weniger. Selbst die IT des US-Verteidigungsministeriums muss 2015 mit rund sechs Prozent weniger Geld auskommen. Darüber hinaus werden deutliche Verlagerungseffekte durch stark erhöhte Time-to-Market Anforderungen spürbar: Immer mehr IT-Budget wandert in die Fachabteilungen und entzieht sich damit der Kontrolle des CIO.

Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund einer „Data Driven Economy“ – also einer Wirtschaft, die in ihren Wertschöpfungsprozessen immer stärker auf die IT baut. Entsprechend wichtig sind IT-Innovationsprogramme in den Unternehmen. Sie beanspruchen, völlig zurecht, erhebliche Ressourcen und damit auch Gelder. Was bei stagnierenden Gesamtbudgets den Kostendruck indirekt weiter erhöht.

Innovationen trotz knapper werdender IT-Budgets

Unnötige Kosten – auch da herrscht bei CIOs Einigkeit – entstehen insbesondere im Bereich der Infrastrukturen. In aller Regel ist das keine Folge von Nachlässigkeiten, sondern von hoch komplexen, historisch gewachsenen und oft extrem heterogenen Strukturen. Sie zu durchdringen und zu entwirren ist eine Aufgabe, für die meist zu wenige Ressourcen zur Verfügung stehen. Bei Finanzdienstleistern etwa kommen auch noch zahlreiche regulatorische Aspekte hinzu: Durch ein IT-Sparprogramm beispielsweise die Basel-III- oder Solvency-II-Compliance zu gefährden, kann sich keine Bank oder Versicherung leisten. Allgemein herrscht also eine Unsicherheit vor, in welchen Bereichen wie viel zu optimieren sei, ohne Funktion und Zukunftssicherheit in Frage zu stellen. Vor dem Hintergrund gesteckter Kostenziele steuern Unternehmen damit nicht selten in eine Zwangslage hinein, aus der sie nur noch mit radikalen General-Kürzungs-Maßnahmen nach dem Rasenmäher-Prinzip zu entkommen glauben. Damit schließt sich dann aber der unheilvolle Kreis: Wer alle Budgets in der IT um beispielsweise zehn Prozent kürzt, wird immer auch solche belasten, die für das Kerngeschäft wichtig sind.

IT-Kostenoptimierung mit ganzheitlichem Blick

Der „Big Bang“ für niedrigere IT-Kosten ist deshalb nie eine nachhaltige Lösung. Weitaus mehr Erfolg verspricht ein strukturierter Ansatz zur Kostenoptimierung. Er arbeitet insbesondere die Einzelbereiche der IT-Infrastruktur Stück für Stück ab, definiert spezifische Maßnahmen zur Kostensenkung und sorgt für deren Umsetzung und Erfolgskontrolle – ohne das Big Picture, also den Blick auf die Gesamt-IT zu vernachlässigen.

Unbestreitbarer Vorteile dieser Vorgehensweise: Es herrscht ein ganzheitlicher Blick auf die IT, die Optimierung bindet erheblich weniger Ressourcen als ein Generalplan, sie wird den spezifischen Anforderungen der Funktionsbereiche gerecht, und nicht zuletzt werden die Genehmigungsverfahren erheblich entzerrt. Ungeklärte Detailfragen können also nicht ein Gesamtprogramm zur Optimierung blockieren.

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